Ingeborg Trimmel - Glückstraining in Klagenfurt, Moosburg & mobil

 Im Moment leben

Die höchste Form der Achtsamkeit ist es, im Moment zu leben. Das bedeutet, im Hier und Jetzt zu sein. Ohne Einflüsse der Vergangenheit und ohne Sorgen über die Zukunft. Keine Gedanken, nur SEIN. Atmen. Wahrnehmen, was ich in diesem Moment spüre, höre, rieche oder schmecke. Es gibt viele Möglichkeiten diese Momente zu gestalten. Momente! Ich glaube nämlich nicht daran, dass es möglich ist, permanent im Hier und Jetzt zu sein. Ob es sinnvoll ist, stelle ich auch in Frage. Und ob es erstrebenswert ist, glaub’ ich auch nicht. Es ist eines dieser Fantasiegebilde wie “wenn du für den Rest deines Lebens auf Kohlenhydrate verzichtest wirst du immer schlank sein”. Also ich hab’ das mal 3 Wochen ausprobiert…weder ich noch meine Umwelt wünscht sich eine Wiederholung. 

Ziel des Seins im Hier und Jetzt ist für mich ein Bewusstseinszustand der sich aus folgenden Gefühlen zusammensetzt: Freiheit, Friede, Leichtigkeit, Klarheit, Liebe, eine tiefe innere Ruhe und ein Gefühl des Angekommen seins und Angenommen werdens in mir und von mir. Wunderschön!

Durch meine Ausbildung und Training kann ich, sooft ich das möchte, im Moment leben. Und das ist eine fantastische Möglichkeit, um dem eigenen Geist eine Auszeit zu gönnen, Stress entgegenzuwirken oder ein Gedankenkarussell anzuhalten

Ich nenne das auch gerne “eine geistige Auszeit nehmen”. Ich mache Urlaub im “Hier und Jetzt” – mein ganz persönlicher *****S Retreat. Ich liebe es und es bringt mir mehr als ein ganzer Tag in einem Wellnesstempel. 

Aber ich halte es für unrealistisch, in diesem Zustand für länger als ein paar Minuten zu verbleiben.   

Was wäre denn mein Leben ohne meine Träume, ohne all die Pläne. Die angenehme Aufgeregtheit, die kindliche Vorfreude beim Umsetzen einer neuen  Idee. Wenn man es gar nicht erwarten kann, es fertig zu sehen, um zu sehen, ob es funktioniert? Darauf möchte ich definitiv nicht verzichten. Ich liebe es, mir die Zukunft meines Kindes auszumalen, die Vorfreude, ihm weiter beim Wachsen zusehen zu dürfen. 

Und wer wäre ich, ohne meine Vergangenheit? Ohne all meine Erfahrung? Meine Vergangenheit beginnt mit der Geburt und endet kurz vor jetzt. All das ist meine Vergangenheit. Nicht nur die unschöne Kindheit, sondern auch die Aufarbeitung derselben Jahrzehnte später. 

Hier ist wichtig zu verstehen, dass man, natürlich, von seiner Kindheit geprägt ist. Ich kenne ganz viele Menschen. Es gibt sehr wenige darunter die behaupten, eine schöne Kindheit genossen zu haben. Und unter denen gibt es einige, bei deren Erzählungen man eine Gänsehaut des Graunes bekommt. Manchmal ist es einem gar nicht bewusst, was einem alles passiert ist bis von außen die Frage kommt: “Wenn du ein Kind hättest, würdest du das  gleiche tun?” Meist kommt dann ein entsetztes “NEIN”! und gleich danach dämmert die Erkenntnis über die wahre Beschaffenheit ihrer Kindheit. 

Eine bildhübsche, erfolgreiche, junge Frau sprach über ihr Problem, das Gefühl zu haben, zu wenig zu empfinden. Zu wenig Gefühle zu haben. Ihr Leben sei wie ein Dauerton, weder gut noch schlecht. Es passt wie es ist. Sie können sich nur nicht richtig freuen, aber auch nicht richtig traurig sein. Sie gab an, eine absolut glückliche Kindheit genossen zu haben. Sie hatten immer alles, was sie brauchten. Natürlich waren die Eltern viel beschäftigt auf Grund ihres eigenen Unternehmens. Es war immer viel zu tun und mit anzupacken. 

Einmal erinnerte sie sich an Erzählungen, wonach man sie immer mit dem Kinderwagen in einen Raum geschoben und die Tür geschlossen habe, wenn sie weinte oder zu laut war, damit sich die Kunden ja nicht gestört fühlten. Ein anderes mal erzählte sie auch, dass sich ihre Eltern nie Sorgen um sie gemacht hätten, sondern immer nur sagten “Du machst das schon”, auch wenn sie mit der Bitte um Hilfe kam. Und wo sie darüber nachdenkt, kann sie sich überhaupt nicht an Umarmungen erinnern. Andere Leute umarmen sich ständig, aber in ihrer Familie kommt das irgendwie nicht vor. 

Vernachlässigung hat viele Gesichter und keines davon lächelt liebevoll. 

Alles, was passiert ist, ist passiert. Nichts kann das ändern oder wieder gut machen. ABER ich kann mich meiner Vergangenheit stellen. Ich kann diesem großen bösen Monster entgegentreten und es mir ansehen. Je genauer ich es kenne umso mehr verliert es seinen Schrecken. Ich lerne zu verstehen, warum ich in welchen Situationen ich wie reagiere und sobald ich weiß warum ich etwas tun kann, kann ich mein Verhalten ändern. Aktiv. Bewusst. Ich sehe dem Monster in die Augen und sage ihm: Ich bin nicht länger deine Marionette. Ab sofort entscheide ich aktiv und bewusst, wie ich auf diese Situation reagieren möchte. 

Sie gehört zu mir, sie ist ein Teil von mir. Zu meiner Vergangenheit zählt auch das Aufarbeiten meiner Vergangenheit, meiner katastrophalen Kindheit, der schwierigen Jugend und das herausfordernde Erwachsensein, geprägt von Schiksalsschlägen und narzisstischen Beziehungen.  Um sie als Teil meines Lebens zu akzeptieren und annehmen zu können. Um zu verhindern dass sie schaden anrichtet und wer wäre ich ohne meine Pläne für die Zukunft? 

Ohne der Vorfreude auf das was kommt? 

Ich rede jetzt nicht von der schwierigen Kindheit, der katastrophalen Jugend 

Ganz abgesehen davon habe ich ein Unternehmen zu führen, Rechnungen müssen bezahlt werden, das tägliche Leben will organisiert werden. 

Achtsamkeit an – Gedanken aus

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